Wissenswertes zu Vitamin B12

Der tägliche Bedarf an Vitamin B12 ist abhängig vom Alter und dem Geschlecht der Personen. Die Zufuhrempfehlung von Vitamin B12 liegt am Tag bei durchschnittlich 3 Mikrogramm.
Eine Menge von 0,5 bis 1 Mikrogramm kann ebenfalls schon den Bedarf decken. Günstig ist es, die benötigte Tageskonzentration an Vitamin B12 regelmäßig zuzuführen, etwa in Dosen von 0,5 bis 3,0 Mikrogramm.

Schwangere Frauen und stillende Mütter benötigen täglich eine Mindestmenge an Vitamin B12 im Umfang von 3,5 bis 4 Mikrogramm. Höhere Konzentrationen sind nicht sinnvoll, weil der Organismus nur begrenzt in der Lage ist, mehr Vitamin B12 zu resorbieren.

In der Regel wird diese Dosis mit der üblichen Nahrung aufgenommen. Bei Veganern, die sich fleisch-, eier- und milchlos ernähren, kommt es darauf an, die benötigte Tagesdosis aus Nahrungsergänzungsmitteln oder Vitamin B12-reichen Pflanzen zu erhalten.

Aufgaben des Vitamin B12 im Körper

Das Vitamin B12, welches zur Gruppe der Cobalamine gehört, ist die Voraussetzung, dass die Bildung des Blutes im Organismus möglich ist. Ohne Vitamin B12 kann kein Eisen im Magen resorbiert werden, welches die Grundlage für die Herstellung des Hämoglobins ist.

Mit der Aufnahme von Vitamin B12 erfolgt gleichzeitig eine Versorgung anderer lebensnotwendiger Organe, zu denen das Nervensystem gehört. Die einzelnen Nerven sind von einer sogenannten Myelinhülle umgeben.
Diese kann nur in ausreichendem Umfang ausgebildet werden, wenn genügend Vitamin B12 verfügbar ist. Darüber hinaus ist Vitamin B12 an der Reizleitung der Nerven beteiligt, denn es für die Produktion des Botenstoffes Acetycholin unverzichtbar.

Eine weitere Funktion des Vitamins B12 ist neben anderen chemischen Strukturen die Ermöglichung der Zellteilung. Dieser Vorgang basiert auf den entsprechenden Erbinformationen, welche in der DNA verschlüsselt sind. In den Kernen jeder einzelnen Körperzelle befindet sich die DNA, die zu einem großen Teil aus Vitamin B12 besteht.

Die DNA besteht hauptsächlich aus Vitamin B12

Mangelerscheinungen bei einer Unterversorgung mit Vitamin B12

Beim Fehlen von Vitamin B12 oder bei einer permanenten Unterversorgung kann eine Blutarmut diagnostiziert werden. In diesem Zusammenhang geht es um Einschränkungen bei der Produktion von Megaloblasten. Die Zellen gehören zu den untersten Reifungsstufen der roten Blutkörperchen. Ohne Vitamin B12 geht die Anzahl der Erythrozyten zurück und es entsteht eine Anämie.

Beim Fehlen von Vitamin B12 kommt es zu neurologischen Erkrankungen sowie psychischen Auffälligkeiten. Weitere gesundheitliche Folgen, die sich aus einer Unterversorgung mit Vitamin B12 ergeben können, sind depressive Erkrankungen, Gedächtnisschwund, degenerative Vorgänge am Rückenmark sowie dauerhaft bleibende Schädigungen des Nervensystems.

Nehmen schwangere Frauen zu wenig oder gar kein Vitamin B12 auf, können sich nicht wieder umkehrbare gesundheitliche Beeinträchtigungen beim Kind einstellen.

Speicherung und Ausscheidung von Vitamin B12

Grundsätzlich gehört das Vitamin B12 zu den Substanzen, die vorrangig in den Leberzellen gespeichert werden können. Ist das Depot in der Leber optimal aufgefüllt, wäre es möglich, für eine Dauer von 5 bis 10 Jahren ohne die Zufuhr von Vitamin B12 gesund zu leben. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Verstoffwechselung funktionstüchtig ist. Im gesamten Körper befinden sich insgesamt Mengen von 2 bis 5 mg Vitamin B12 in der Leber, der Skelettmuskulatur, im Herzmuskel und im Gehirn.

In Anlehnung an labortechnische Untersuchungen beträgt die durchschnittlich ausgeschiedene Menge an Vitamin B12 mehr als 10% der eingenommenen Dosis. Diese 10% werden über den Urin über 24 Stunden abgegeben.

Beim Ausscheidungsprozess über die Nieren bedeutet das, dass sich bei einer Aufnahme von 3 bis 8 Mikrogramm Vitamin B12 ungefähr 0,143 % im Harn befinden. Darüber hinaus kommt es ebenfalls zu einer hohen Vitamin B12-Ausscheidung über die Gallenflüssigkeit und den Dünndarm.